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Sportfischerverein Götzingen e.V.

Mähbooteinsatz erfolgreich!

am 9.3.2018 gegen 10:00 Uhr war es nun endlich soweit, Herr Schunke, seines Zeichens Gewässerökolome, rückte mit seinem Amphibien-Mähboot an, um den Nächsweiher zu bemähen.

Nach der Montage des Mähbalkens am Gerät, wurde sofort mit dem mähen begonnen. Währenddes Mähvorgangs durch einen Mitarbeiter von Herr Schunke, konnte ich mit dem „Chef“ selbst, die Problematik der Verkrautung klären.

Zum einen ist das Wasser, im Vergleich zu anderen Gewässern in der näheren Umgebung, sehr klar. Dass liegt an den den Pflanzen, die das Wasser filtern und die Schwebstoffe binden, so Schunke. Dadurch fällt mehr Licht ins Wasser und auf den Grund. Durch den erhöhten Lichteintrag, wachsen die Pflanzen besser und schneller! Ein weiteres Kriterium, warum sich das Tausenblatt so explosionsartig vermehrt hat, ist der Nährstoffeintrag durch Düngung der Felder durch die Landwirte. Das Einzugsgebiet der beiden Quellen reicht einige Kilometer weit, bis an den Truppenübungsplatz Walldürn. Dies wurde vor Jahren durch Einfärbung von Wasser festgestellt.

Wasserproben sollten nun im Frühjahr an beiden Quellen erfolgen, sobald die Landwirte düngen und dieser durch Niederschlag auf den Feldern ausgewaschen und ins Grundwasser abgegeben wird. Da eine der beiden Quellen nicht abgestellt bzw. über einen Schieber reguliert werden kann, muss hier vermutlich eine Umleitung der Quelle in den Rinschbach erfolgen!

Weiter muss eine Bepflanzung der Flachwasserzone erfolgen. Mit Repositionspflanzen sollen die Nährstoffe, die eingetragen werden, gebunden werden. Nun, was sind Repositionspflanzen? Repostitionspflanzen werden in Klärteichen verwendet, da diese sehr viele Nährstoffe dem Wasser entziehen und im Gegenzug viel Sauerstoff einbringen. Zu den „Repositioinspflanzen“ gehören Rohrkolben, Schilf, Binsen, Seggen usw., welche nun zeitnah im Uferbereich der Flachwasserzone gepflanzt werden sollen.

Vor einigen Jahren, hatten wir im Uferbereich eine derartige Bepflanzung, die aber offensichtlich den Graskarpfen, die später besetzt wurden, zum Opfer fielen.

Nun soll der Flachwasserbereich mit einem Zaun geschützt werden, um in diesem die Bepflanzung durchführen zu können, ohne das die „Graser“ die Neubepflanzung „mähen“! Nach etwa 3 Stunden, war dann der Nächstweiher soweit gemäht. Nun musste der Mähbalken demontiert und der Rechen zum sammeln des an der Wasseroberfläche treibenden Krautes, montiert werden.

Gegen 17:00 war auch dieser Vorgang beendet und das Kraut am Ufer angelandet. Somit konnte der Arbeitseinsatz am darauffolgenden Tag durchgeführt werden!

Samstag 10.3.2018 um 9:00 war Treffpunkt am Nächstweiher, um das gelandete Kraut zu entfernen. Mit großer Überraschung mussten wir feststellen, das unser Mitglied und 2. Vorstand Dietmar Bechtold, bereits fast fertig war, mit aufladen des Krauts. Er war schon um 7:00 Uhr mit seinem Traktor mit Frontlader und 2-Achs Hänger da und hatte angefangen zu laden. Vielen Dank!

Das Kraut wurde abgefahren und das restliche Team hat noch den Uferbereich und loses Kraut, welches vom Wind über Nacht ans Ufer gedrückt wurde, aufgenommen und kompostiert!

Somit war der Arbeitseinsatz beendet und es wurde noch etwas getrunken und gegessen und die weitere Vorgehensweise besprochen!

An dieser Stelle nochmals einen Dank an die Stadt Buchen, die Volksbank Franken in Buchen, die Sparkasse Neckartal-Odenwald in Buchen und die Egenberger IT-Solutions GmbH in Waldhausen, für die finanzielle Unterstützung!

In diesem Sinne „Petri Heil!